I SUSTAIN BEAUTY – die Projekte IV

Nanouk-Friseur – Klaus Schmolke – Mannheim

Im September 2015 befanden sich ca 500 Kriegsflüchtlinge im Auffanglager Mannheim
Neckarstadt! Bei einer solchen Anzahl auf kleinstem Raum sind die absoluten Grundbedürfnisse der Menschen schwer um zu setzen und auch Körperpflege ist auf ein minimum reduziert! Über freiwillige Helfer erfuhren wir das sich die Insassen aber sehr nach einem Haarschnitt sehnten, den in ihren Herkunftsländern ist es zumindest für die Herren ja auch völlig normal, regelmässig für die Rasur zum Barbier zu gehen, wo dann natürlich auch die Haare geschnitten wurden.

klaus-schmolke
Nach der teilweise traumatisierenden flucht, endlich in Deutschland angekommen, wurde schnell klar das ein Haarschnitt bei einem Frisör unerschwinglich aber dringend nötig ist, um nicht falsch eingeschätzt zu werden und nicht des Aussehens wegen noch mehr gegen Vorurteile ankämpfen zu müssen.
Als eine Kollegin davon erfuhr und über Facebook eine andere Kollegin Informierte kam die Aktion ins laufen. Schon bald hatten sich Viele Friseure gemeldet die alle am Sonntag
den 27. September 2015 bereit waren, Zeit und Können zur Verfügung zu stellen um zu helfen!
In der Nähe des Auffanglagers gibt es ein Jugendzentrum. Die Organisatoren waren auf nachfrage so hilfsbereit diese Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen! Arbeitsmaterialien brachten alle Friseure selbst mit und der ein oder andere hatte auch noch Kleidung aussortiert und Lebensmittel, Rasierklingen, Shampoo…. als Spende zum verteilen mitgebracht.
Dann ging es los! Ein Helfer aus dem Heim brachte die wenigen ersten die sich trauten das Heim zu verlassen, zu uns in das Jungendzentrum. Trotz Sprachbarrieren und anfänglichen Berührungsängsten wurde schnell klar, mit Händen und Füssen kommt man schon auf einen Nenner und ein geschäftiges treiben begann! Als die Ersten frisch frisiert zurück ins Wohnheim kamen und die anderen davon hörten was für eine Aktion da im gang war, wurde das Interesse immer grösser und der Raum im Jugendzentrum immer voller! Hauptsächlich kamen Männer, aber auch ein paar Frauen wollten es wagen die
Deutschen Friseure mal aus zu probieren. Für sie schufen wir spontan einen Sichtgeschützten Winkel im hinteren teil des Raumes, damit sie ihre Kopftücher ablegen konnten. Zwei weibliche Kollegen haben sich dann um sie und ihre Frisuren gekümmert.
Vielen Flüchtlingen war es sehr unangenehm auf diese kostenlose hilft angewiesen zu sein.
An diesem Tag haben ca 20 Friseure aus Mannheim ungefähr 300 Flüchtlingen aus unterschiedlichen Herkunftsländern die Haare geschnitten. Ein Erlebnis das wohl keiner der Teilnehmenden je vergessen wird.

Wir freuen uns auf euer Voting

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